Gartenbohne Phaseolus vulgaris
Die Gartenbohne – ein beliebtes Gemüse – ist giftig? Das kann doch gar nicht sein! Bohnen habe ich doch schon viele Male verzehrt, ohne dass ich krank geworden oder gar gestorben bin. Das glaube ich nicht!
So verliefen viele Gespräche mit Parkbesuchenden im Jahr 2025, als die Gartenbohne bei der Wahl zur Giftpflanze des Jahres nominiert war.
Gartenbohnen und andere Hülsenfrüchte, die zur Gattung „Phaseolus“ gehören, enthalten ein giftiges Lektin (eine Eiweiß-Kohlenhydrat-Verbindung), das Phasin genannt wird. Die gute Nachricht gleich vorweg: Beim Kochen (mindestens 10–15 Minuten bei 100 Grad) wird das Phasin zerstört und das Gemüse ist ohne Beschwerden genießbar!
Mehr Informationen:
https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/bezirke/wandsbek/themen/umwelt-natur-und-klimaschutz/botanischer-sondergarten/giftpflanze-des-jahres/gdj-2026-gartenbohne-1126192
Baum des Jahres 2026 - Zitterpappel (Espe)- Populus tremula
Wildpflanze des Jahres 2026 - Gewöhnlicher Natternkopf - Echium vulgare
Ich, der Gewöhnliche Natternkopf, öffne vom Frühsommer bis in den Herbst meine Blüten. Am Anfang sind die Blütenblätter noch rosa, später verfärben sie sich blau. Ein tolles Farbspiel, oder? Am liebsten wachse ich auf trockenen, sandigen bis steinigen Böden. Unter den Insekten bin ich für meinen reichlichen Nektar mit hohem Zuckergehalt beliebt. Aber auch rund 120 pflanzenfressende Insektenarten wurden an mir gezählt, darunter einige Käferarten, die von meinen Wurzeln oder in meinen Stängeln leben.
Im Garten oder auf dem Balkon bin ich vielseitig einsetzbar. Sonnige bis halbschattige Plätze sind mir am liebsten. Ob einzeln im Steingarten oder in Kombination mit anderen Pflanzen im Staudenbeet: Ein Blickfang bin ich auf jeden Fall. Hauptsache, mein Standort ist trocken. Und aufgrund meiner Anziehungskraft auf eine breite Insektenwelt sind Naturerlebnisse direkt vor der Haustüre mit mir garantiert.
Quelle und weitere Infos: www.wildpflanze-des-Jahres.de
Der Feldrittersporn ist Blume des Jahres 2026
Gemeine Nachtkerze ist Heilpflanze des Jahres 2026
Die Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis) ist die Heilpflanze des Jahres 2026. Das gab der NHV Theophrastus auf dem Heilkräuter-Fachsymposium in Panschwitz-Kuckau bekannt. Damit steht im kommenden Jahr eine Pflanze im Fokus, deren Samen essenzielle Fettsäuren enthalten. „Dieses sehr hochwertige Öl ist besonders für Neurodermitiker hilfreich“, erläutert der Jury-Vorsitzende Konrad Jungnickel und ergänzt: „Die Nachtkerze gehört leider noch zu den unterschätzten Drogen. In der Naturheilkunde wird sie auch bei kindlicher Hyperaktivität und Störungen des weiblichen Hormonhaushalts erfolgreich eingesetzt.“
Der NHV Theophrastus kürt seit über zwanzig Jahren die „Heilpflanze des Jahres“. Diese wird über das Jahr verteilt durch Veröffentlichungen und Projekte einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht und auf der Vereins-Homepage www.nhv-theophrastus.de präsentiert.
Schönaster (Kalimeris) ist Staude des Jahres 2026
Landeplatz für Insekten: Nicht nur das Tagpfauenauge fliegt förmlich auf die Blüten der Schönaster (Kalimeris incisa). Die Arten und Sorten der Staude des Jahres bieten Hummeln, Bienen und anderen Insekten Pollen und Nektar.
Durch ihre lange Blühdauer, die je nach Sommer und Region schon ab Ende Juni beginnt und bis September andauern kann, ist der Tisch für diese Lebewesen besonders lange gedeckt. (Bildnachweis: GMH/Bettina
